Mittwoch, 23. April 2014

Probleme beim Schreiben - Ein gutes Zeitmanagement kann Wunder bewirken

Keine Abschlussarbeit lässt sich komplett ohne jegliche Probleme schreiben. Das solltet ihr euch merken. Wichtig ist aber, sich von den Problemen nicht demotivieren zu lassen. 
Ratsam ist es dabei, sich immer an folgenden Plan zu halten: 


  1. Problem erkennen
  2. Sich kurz ärgern, schimpfen, toben, einen heben ;)
  3. Lösung überlegen oder bei anderen Hilfe suchen
  4. Lösungsidee praktisch umsetzen


Der innere Schweinehund hält uns oftmals in Phase zwei fest. Besiege ihn mit einem guten Zeitmanagement

  1. Datum für einen Anfang finden - Ab jetzt keine Ausreden mehr!
  2. Zwischenstationen festlegen
    • Bis wann habe ich die Literatur gelesen?
    • Deadline für sämtliche Experimente und Studien
    • Rohmanuskript erstellen
  3. Pausen und Wiederholungen sind wichtig!
    • schlecht: 5 Tage Party, 2 Tage+Nächte non stop Arbeit
    • besser: 5 Tage die Woche à 6 Stunden arbeiten und zwei Tage Pause gönnen 
  4. Ein gutes Ende finden
    • rechtzeitig fertig werden (1 Woche vor Abgabe)
    • Jemand anderen Korrekturlesen lassen!
    • Druckerpannen oder Probleme beim Binden,etc. einplanen

Merke: Abgeschlossene Prozesse entlasten das Gehirn und schaffen Platz für neue Ideen!

Speziellere Problemlösungen findest du hier

Keep rollin'!


Zitationsregeln

Zitieren - Wie macht man es richtig?

Es gibt allerlei Regeln die beim Zitieren zu beachten sind, abhängig davon auf welchen Zitierstandard man sich festlegt. Folgende Seite beschäftigt sich mit eben dieser Thematik.

Zum Inhalt:
Es werden drei Zitatformen (Direktes Zitat, Indirektes Zitat, Sinngemäßes Zitat) angeführt und definiert. Auch zur Seitenangabe, dem Konjunktiv, Fußnoten und Zitierstandards (APA, AMA, Harvard Referencing Style) werden Aussagen getroffen.
Auch Übungsbeispiele sind hier zu finden.

Zum Umfang:
Es gilt zu sagen, dass hier nur grundlegende Sachverhalte aufgegriffen werden und zur Vertiefung des Wissen weitere Literatur benutzt werden sollte.

Zum Nutzen:
Um sich Grundlagen wissen anzueignen ist diese Seite bestens geeignet. Sie stellt einen guten Einstieg in die Thematik des Zitierens dar.

Das Deckblatt der Hausarbeit

Das Deckblatt sollte dem Dozenten einen schnellen Überblick über den Verfasser und das Thema seiner Hausarbeit geben sowie einen guten „erste Eindruck“ vermitteln. Dafür gilt es folgendes zu beachten.

Notwendige Angaben:
  • Namen der Hochschule (Universität/Fachhochschule)
  • Namen der Fakultät und des Fachbereichs bzw. des Seminars
  • Veranstaltungstitel mit Angabe des Semesters
  • Name des Dozenten
  • Titel
  • Name und Anschrift bzw. E-Mail-Adresse des Verfassers
  • Studiengang und die Fachsemesteranzahl des Studenten

 Hinweise zur Gestaltung:
  • Grundsatz „Weniger ist mehr“
  • keine Experimente mit ausgefallenen Schriftarten oder Grafiken
  • Inhalt steht im Vordergrund

Gestaltungsbeispiel:

Quelle:
Meierwisch, Ralf. Das Deckblatt der Hausarbeit. 2014. 23. April 2014
<www.wissenschaftliches-arbeiten.org/hausarbeit/aufbau/das-deckblatt.html>

Die richtige Frage

Nicht nur das Thema einer wissenschaftlichen Arbeit ist wichtig. Viel eher muss man der richtigen Fragestellung folgen, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Eine Checkliste, was ihr beachten solltet und allerhand Links mit Tipps zur Findung der richtigen Frage findet ihr auf dieser Seite im Teil 1: Tipps zum Wissenschaftlichen Arbeiten - Thema finden, auf Fragestellung konzentrieren.

Wissenschaftliches Schreiben: Literaturrecherche

Die Website "Studis-Online.de" bietet eine kompakte Ratgeberseite für Studierende zum Thema "Wissenschaftliche Arbeit" an. In diesem wird sehr übersichtlich und verständlich auf die wichtigsten Punkte beim Verfassen einer solchen Arbeit eingegangen.
Wir haben uns auf das Kapitel "Literaturrecherche" beschränkt. Unter anderem finden sich nützliche Links, z.B. zu einem Phrasenbuch oder einem Bibliotheksverzeichnis.
Desweiteren werden verschiedene Such- und Recherchestrategien aufgeführt und erläutert. Dem Studierenden werden zudem wichtige Hinweise zur Bewertung von Quellen in Hinsicht auf Glaubwürdigkeit und Aktualität gegeben.
Damit bietet dieser Ratgeber gerade für Anfänger eine sehr gute Hilfestellung beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten.
Auch die weiteren Kapitel bieten zahlreiche nützliche Tipps und Tools für den angehenden Autor. Somit kann die Seite uneingeschränkt empfohlen werden, um bereits im Vorfeld der Arbeit Fehler zu vermeiden. Lediglich die zwischengeschaltete Werbung kann als störend empfunden werden.

Dienstag, 28. Januar 2014

„I present you the death of the Bats“ (Kritik zu Batman Arkham Origins)


https://www.batmanarkhamorigins.com/de#media
Mit Batman Arkham Origins serviert uns Warner Bros. Interactive den dritten Teil der Arkham Reihe und somit den Nachfolger, der aber eigentlich ein Vorgänger, zu den bisherigen Arkham Spielen ist.
Also wie den nun eigentlich...?
„Riddle me this Batman!“
Wie auch immer der Multiplattform Titel erschien am 25. Oktober 2013 für den PC, die Xbox 360 und die PS3 und versetzt uns ein weiteres mal in die düstere Welt der DC Vorzeigefigur Batman und seine Heimatstadt Gotham. Nur kann der dunkle Ritter in seinem mittlerweile 3. Auftritt immer noch überzeugen oder scheitert er an dem Erbe der genialen Vorgänger?

Arkham Origins erzählt die Geschichte eines jüngeren unerfahreneren Batman's, welcher sich am Weinachtsabend mit allerlei Problemen herumschlagen muss, verursacht durch Gothams Drogenboss Black Mask welcher ein Kopfgeld auf den dunklen Ritter aussetzte und ihm somit eine ganze Truppe professioneller Kopfgeldjäger auf den Hals hetzte. Dabei greifen die Entwickler auf bekanntere Schurken des DC Universums zurück wie z.B. Bane, der Pinguin oder Deathstroke aber auch unbekanntere Charaktere haben einen Auftritt wie der Pyromane Firefly und die Schlangenfrau Copperhead. Und was hat es mit dem bis dato noch unbekannten Verrückten auf sich der sich überall nur als Joker vorstellt?

Technisch macht Arkham Origins einen zwiegespaltenen Eindruck, grafisch bietet die PC Fassung einiges, dank Direkt X11 und Physix Unterstützung, die Konsolen Varianten können jedoch mit ihren verwaschenen Texturen und langen Ladezeiten leider nicht überzeugen.
Die Open World ist noch einmal ungefähr doppelt so groß wie im Vorgänger, wirkt jedoch eben dadurch stellenweise leer und trist. Und im Gegensatz zu flanierenden Zivilisten findet man an jeder Straßenecke nur die üblichen herumlungernden Schläger und Riddlerrätsel, die man bereits aus den zwei Vorgängern kennt.
Doch mal abgesehen von der enttäuschenden Stadt, was immer noch super funktioniert ist das Free Flow Kampfsystem das zwar lediglich aus zwei Knöpfen besteht, einer zum Schlagen und einer zum Kontern, jedoch Timing und Geduld erfordert um auch in größeren Gegnergruppen nicht die Oberhand zu verlieren, besonders dann wenn im späteren Verlauf noch Gegnertypen hinzukommen die besonderen Taktiken erfordern.

Batman Arkham Origins will mehr sein als ein lauwarmer Aufguss scheitert jedoch in einigen Punkten, da wäre die Story die Stellenweise einfach nur unspektakulär vor sich hin plätschert und die verpasste Chance ein belebtes Gotham darzustellen durch das man sich als Batman bewegen kann. Die Kämpfe sind zwar immer noch spaßig und die meisten Schauplätze der Story sehr atmosphärisch jedoch scheitern die Entwickler daran etwas daraus zu machen, so werden die meisten der Bosskämpfe gegen die Attentäter einfach nur teilweise sehr lieblos abgearbeitet und wirken stellenweise sehr deplatziert.
Im großen und ganzen fühlt sich Arkham Origins an wie ein übergroßer Downloadinhalt für den Vorgänger Arkham City und liefert eigentlich nur mehr vom gewohnt gutem erreicht aber leider zu keinem Zeitpunkt die Klasse der exzellenten Vorgänger. Und lässt die Fans der Reihe somit etwas hängen bis dann endlich die richtige Fortsetzung erscheint.

Somit bleibt nur zu sagen Fans der Materie können sich damit die Zeit bis zum nächsten richtigen Teil verkürzen und alle anderen spielen lieber erst mal Probe.
Hier geht’s zur Website:https://www.batmanarkhamorigins.com/de

Banker mit Weitblick

"Ex-WestLB-Chef Ludwig Poullain ist seiner Wahlheimat Münster immer noch verbunden."

Die Geschichte von Ludwig Poullain, dem Gründer der drittgrößten Festung deutscher Kreditinstitute, erzählt von einem Mann, der sich als Dorn im Auge der Medien sieht; einem Mann, für den es besonders kritisch wurde, wenn er selbst kritisch wurde; einem Mann, der sich selbst mehr zu den Unternehmern zählt, als zu den Bankern: den „Typen, die von vornherein alles besser wissen“. Sein Porträt verrät neben seinem Leben in der Finanzwelt unter anderem, wie er es zum Vorsitzenden der WestLB geschafft hat und was ihn bewegt sowie geprägt hat.

Lesen Sie jetzt das ganze Porträt.

Catfaces

cat-selfies
Kritik zu „The Walking Dead“
(Kritik zur Serie)


Quelle:http://www.readersdelight.net/the-walking-dead-11.jpg

"Für mich waren die Zombies immer Sinnbilder der Revolution: Eine Generation frisst die andere auf", sagte Horrormaestro George A. Romero einmal - und lieferte mit seinen Filmen die Probe aufs Exempel: Die kannibalistischen und noch recht uniformen Gestalten aus seinem frühen Schwarzweißfilm "Night of the Living Dead" (1968) entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte zu Identitäten, die das Menschsein imitierten. Erfreulich deutlich wurde das in Romeros "Land of the Dead" aus dem Jahr 2005.

The Walking Dead ist eine US-amerikanische Fernsehserie von Frank Darabont und basiert auf der gleichnamigen Comicserie von Robert Kirkman und Tony Moore.Sie ist im Genre Drama/Horror vertreten. Die Serie startete am 31. Oktober 2010 in den Vereinigten Staaten bei AMC mit einer ca. 67-minütigen Pilotepisode während des sogenannten „Fearfest“ des Senders. Bis 2013 wurden vier Staffeln produziert, eine fünfte Staffel wurde Ende Oktober 2013 in Auftrag gegeben.
The Walking Dead spielt bislang in der Metropolregion von Atlanta, im Südosten der Vereinigten Staaten, und erzählt vom Kampf einer kleinen Gruppe Überlebender nach einer weltweiten Zombie-Apokalypse.Unter Führung des Sheriffs Rick Grimes ist die Gruppe auf der Suche nach einer dauerhaften und vor allem sicheren Bleibe. Rick Grimes (Andrew Lincoln) fiel durch eine Schussverletzung ins Koma.Er erwacht schweißgebadet im Patientenzimmer eines Krankenhauses. Die Blumen neben seinem Bett sind längst vertrocknet. Die Uhr über der Tür und die Geräte, an die sein Körper angeschlossen wurde, haben ihren Geist aufgegeben. In den verfallenen Fluren herrscht bedrückende Stille. Last Man on Earth? Auf der Suche nach seinem Sohn und seiner Frau trifft er auf die unterschiedlichsten Charakteren, von denen viele auf die verschiedensten Arten ums Leben kommen.Letztendlich bilden sie eine Gemeinschaft um sich gegenseitig zu schützen. Konflikte innerhalb der Gruppe, kommen dabei auch nicht selten vor.

Das Zombiegenre ist ziemlich ausgelutscht und etwas Neues bekommt man hier nur noch sehr selten zu sehen. In "The Walking Dead" gibt es erst mal überhaupt keine neuen Ideen und man kennt das alles so schon sehr gut. Allerdings ist es hier doch anders, weil man sich mit dem Thema nicht mal eben 90 Minuten befasst, sondern über mehrere Staffeln. Da hat man natürlich Zeit viele Dinge langsamer anzugehen und das tut der Story sehr gut. Immer mal wieder gibt es kleinere Überraschungen und allgemein sind die Drehbücher schon ordentlich geschrieben. Anfangs war ich skeptisch ob man dieses Thema über so lange Zeit interessant halten könnte, aber diese Zweifel sind bald erloschen, denn alleine aus der vielseitigen Figurenzeichnung, ergeben sich bald weitere Probleme und Konflikte. An Handlung mangelt es der Serie also keineswegs und mir hat das schon sehr gut gefallen.

Fazit:Das Drehbuch ist schon alleine deshalb interessant, weil man sich für viele Dinge, die in Filmen schnell abgehakt sind, Zeit lassen kann und die Darsteller spielen wirklich stark. Dazu gibt es eine vielversprechende Figurenzeichnung und handwerklich ist das top gemacht. Die Atmosphäre bietet schönen Endzeit-Zombie-Horror, lässt aber auch Spuren von schwarzer Komödie und Drama nicht vermissen und das alles endet dann in einem überzeugenden Unterhaltungswert. Sehr schön ist nebenbei noch, dass es reichlich blutig zur Sache geht und die Effekte sich echt sehen lassen können. Für Freunde vom Zombiehorror definitiv Pflichtprogramm!
Filmkritik zu Django Unchained

Django Unchained. Das neueste Werk von Starregisseur Quentin Tarantino ist ein Italowestern und befasst sich mit der Sklaverei in den konservativen Südstaaten der USA. Der Film hat ca. 100 Mio.$ an Produktionskosten verschlungen und lief ab 17.Januar 2013 in den deutschen Kinos.

Die Handlung lässt sich recht kurz zusammenfassen. Es spielt im Jahr 1858 tief im Süden der USA, wo die Sklaverei eine Selbstverständlichkeit ist. Der Protagonist Django (Jamie Foxx) wird von dem Kopfgeldjäger/Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz) aus den Fängen der Sklaverei befreit, um Ihm bei einem Auftrag behilflich zu sein, bei dem es um das Erkennen einiger gesuchter Verbrecher geht. Nachdem das Kopfgeld kassiert wurde, entwickelt sich zwischen den beiden eine Zweckpartnerschaft, denn Django entschließt sich dazu mit Schultz einige Kopfgeldjäger einzutreiben während dieser ihm im Gegenzug Hilfe bei der Befreiung von Djangos geliebter Ehefrau Broomhilda (Kerry Washington) zusichert. Gesagt getan Versuchen sich die beiden an der gefährichen Aktion bei der sie unter einem Vorwand auf die Plantage Candyland vom Besitzer Calvin Candy (Leonardo DiCaprio) gelangen müssen, da sich dort Broomhilda aufhalten soll. Das ganze gipfelt in einem Tarantino-typischen Showdown.

Der Bezug zu anderen Filmen wird einem bei Django Unchained auf dem Silbertablett serviert. Unter anderem hat hier auch der Darsteller aus dem Originalfilm Django (Franco Nero) eine kleine Gastrolle, in der er einen recht lustigen Dialog mit Django führt. Auch Quentin Tarantino kommt wieder zu einem kurzen aber witzigen Gastauftritt. Der wohl auffälligste Verweis deutet das Nibelungenlied an, da Schultz Django von diesem erzählt und die Ähnlichkeit betont die hier zugrunde liegt, weil Django wie ein Siegfried sei um seine Brunhilde zu retten und kein Deutscher einem Siegfried Hilfe verweigern könne.
Grundsätzlich ist Django Unchained ein klassischer Tarantino-Streifen, dem wie immer eine überspitzte Gewaltdarstellung innewohnt, was aber in keiner Weise dem Schwarzen Humor des Films schadet. Auch scheut sich Tarantino nicht vor rassistischen Ausdrücken in seinem Werk, da dies dem Ganzen einen authentischen Eindruck gibt, wobei man dennoch nicht den ganzen Film für bare Münze nehmen sollte, denn die sogenannten organisierten Mandingo-Kämpfe, bei denen sich ausgewählte Sklaven für ihre Herren bis auf den Tod bekämpfen, sind historisch nicht korrekt, da es sie schlichtweg nicht gab.
Desweiteren sehen wir in Django Unchained einen hervorragend gespielten DiCaprio als rassistischen Plantagenbesitzer Calvin Candy, der eine Vorliebe für den Mandingo-Kampf hat und seine Sklaven lediglich als Ware betrachtet. Auch Christoph Waltz spielt seine Rolle als Kopfgeldjäger mit Manieren fantastisch und man hat ständig ein Schmunzeln auf den Lippen wenn er die verschachtelten Sätze mit seinem weichen östereichischen Akzent, welche er natürlich selbst deutsch synchronisiert hat, abspult. Der Soundtrack zum Film könnte dem ein oder anderen auch bekannt vorkommen, da zum Beispiel Interpreten wie Ennio Morricone, welchen man noch aus Filmen wie der Doller-Trilogie kennt, wieder mit von der Partie sind.
Natürlich gibt einem Django auch das Gefühl von Gerechtigkeit, da ein Schwarzer sich hier aus der Knechtschaft unter der weißen Herrenrasse erhebt, wobei natürlich auch die Frage im Raum steht ob Gewalt als Racheakt das richtige Mittel ist. Aber es ist wie gesagt ein typischer Tarantino weshalb man sowas schon aus Filmen wie Pulp Fiction oder Inglorious Bastards kennt.

Letztlich kann man sagen das Quentin Tarantino hier einen Film auf hohem Niveau abgeliefert hat und wenn man seine Titel mag ist dieser unbedingt auf die Liste zu setzen, aber auch wenn man Tarantino nicht kennt ist er auf jeden Fall einen Blick wert.



Florian Opitz

Montag, 27. Januar 2014

Buchkritik


Glaube, Träume, Selbstzerstörung

Manchmal ist die Erinnerung an Indochina wie die an eine Liebesaffäre aus Jugendtagen, als die Welt noch ein Spielplatz war. Manchmal ist sie wie ein Alptraum, aus dem ein Erwachen nicht möglich ist. Liebe ist der falsche Ausdruck für das, was ich für Indochina empfinde. Ich glaube, Sucht ist das bessere Wort.1

Man ist hier frei von vielen moralischen, juristischen und sozialen Beschränkungen, die einem in Deutschland auferlegt sind. Das hört sich vielleicht toll an, tatsächlich sollte es aber eher Angst machen. […] Manche werden von ihrem Leben mitgerissen und davongetragen. Wer sich selbst zerstören will – bitte schön, hier wird Sie niemand aufhalten.2

„Gebrauchsanweisung für Vietnam, Laos und Kambodscha“ ist ein etwas unkonventioneller Reiseführer verfasst von Benjamin Prüfer. Das Buch erschien 2011 beim Piper Verlag in München.
In dem Buch setzt sich der Autor mit vielen Facetten des Lebens in den drei Ländern auseinander. Er berichtet von seinen Erfahrungen. Anders als in normalen Reiseführern, werden keine Hotel oder Sightseeing Tipps an den Leser gegeben. Man erhält viel eher einen Einblick in den Alltag der Einheimischen und erfährt wie es ist, dort als Europäer zu leben.
Benjamin Prüfer selbst lebt in Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas mit seiner Frau Sreykeo und ihren 3 Kindern. Berühmt geworden ist er mit seinem Buch „Wohin du auch gehst“, welches unter dem Titel „Same Same But Different“ verfilmt wurde. Darin beschreibt er seine eigene Geschichte, wie er sich in ein „Bargirl“ verliebt, welches HIV hat – seine Frau Sreykeo. Seit 2009 lebt er nun in Asien und arbeitet von dort aus als Journalist und Autor. 
Er erlebt das Land aus einem ganz anderen Blickwinkel, als es Touristen tun.

In 29 Kapiteln versucht Prüfer uns das Leben in diesen Teil Asiens näher zu bringen. Er schildert Dinge aus seiner Sicht, wie er sie erlebt. Was er dabei fühlt. Er geht darauf ein was, Touristen bzw. Europäer erwarten, denken und was sie letztendlich dort vorfinden werden. Er räumt mit Vorurteilen auf über Religion und Kultur. Und all das ohne belehrend oder besserwisserisch zu sein. Er lobt sein Leben dort nicht in den Himmel, viel eher vergleicht er es immer wieder mit einer „Sucht“1. Sein Buch ist authentisch und ehrlich, es verschönt und verschont nichts. Weder den Leser noch das Berichtete.
Ich selbst war in bereits in Kambodscha und Vietnam und habe die Länder und Leute zwar nicht ganz aus der Sicht Benjamin Prüfers kennengelernt, aber auch nicht aus der Sicht eines Touristen gesehen.
Wenn ich das Buch lese, fühle ich mich erinnert an die Zeit dort. Es bringt mich zum schmunzeln und nachdenken.
Das Buch habe ich erst fast ein Jahr nach meinem Aufenthalt dort gelesen. Im Nachhinein konnte ich mit dessen Hilfe einige Situationen besser verstehen. Andererseits haben sich auch einige neue Fragen in meinem Kopf gebildet.

„Gebrauchsanweisung für Vietnam, Laos und Kambodscha“ ist interessant für all diejenigen, die mehr wissen wollen über diese Länder, als das ganze Geschwafel und die Oberflächlichkeiten, dass man in den anderen Reiseführern lesen kann. Man kann sehr viel im Vorfeld einer Reise lernen, oder im Nachhinein verstehen. Doch sollte man nicht dort hinfahren und so tun als wüsste man bereits alles. Viel mehr sollte man die Reise in diese geheimnisvollen Länder genießen und über das beschriebene Nachdenken, es eventuell mit eigenen Erfahrungen vergleichen und sich ein eigenes Bild über die Kultur und die Menschen machen.


Anne Talenta

Musikkritik



Ich muss zugeben, dass ich auf den zweiten Teil des The 20/20 Experience von Justin Timberlake ungeduldig gewartet habe. Nach 7-jähriger Pause seiner Solokarriere ist der „New King of Pop“ im Januar 2013 mit der Single Suit and Tie aus dem ersten Teil seines neuen Albums (im Verkauf ab März 2013) zurückgekommen. Gleichzeitig hat er die Fans informiert, dass im Herbst der nächste Teil des Albums zu erwarten ist. Das ganze Material wurde aber schon im Juni 2012 aufgenommen.

Von dem ersten Teil war ich total beeindruckend. JT hat viele Genre vereinbart- natürlich gibt es da R&B und Pop aber auch Neo Soul, Funk und einige orientalische Folk-Stücke. Ich war begeistert von diesem frischen, energievollen Material, das Timberlake vorbereitet hat, deshalb konnte ich den zweiten Teil kaum erwarten. 

Der Anfang des zweiten Albums (Gimmie What I Don’t Know, True Blood) erinnert sofort an den Neo Soul-Stil des ersten Teils. Starke Bässe, orientalisches Schlagzeug wurden hier mit elektronischen Effekten gemischt. Die nächsten 2 Stücke repräsentieren auf jeden Fall sauberen R&B. Der fünfte Titel Funk Take Back The Night, der gleichzeitig die erste Single von dem Album ist, bringt dem Zuhörer positive Energie, der Gesang erinnert manche an den richtigen „King of Pop“- Micheal Jackson. Außerdem gibt es noch das Lied Murder, welches an den alten JTs Stil- irgendwo zwischen Pop und R&B erinnert. Danach beginnt ein melancholischer Balladen-Teil. Man kann hier auch den Folk-Einfluss bemerken, die Lieder sind nicht so elektronisch, wie die vorherigen. 

Ehrlich gesagt bin ich von dem Zweiten Teil The 20/20 Experience ein bisschen enttäuscht. Nach dem ersten Teil habe ich etwas anderes erwartet, mehr Energie, mehr Unterschiedlichkeit. Natürlich  bin ich von den zwei ersten Liedern wieder verzaubert. Take Back The Night ist eine angenehme Single und damit eine gut überlegte Entscheidung von Timberlake. Es ist aber selbstverständlich, dass man nicht so viel Neues nach über 20 Stücken in den nächsten 23 bringen kann.

Der Große Gatsby (Filmkritik)



An einem langweiligen Frühlingsabend noch im Jahr 2013 habe ich mir ein Trailer angesehen, der mich im Weiterem nicht in Ruhe lies. Alles was mir noch in Erinnerung von diesem Trailer geblieben ist war Di Caprios Gesicht und die unglaubliche Art-Déco Atmosphäre. Ich gestehe, dass der Titel „Der Große Gatsby“ mir damals leider nichts gesagt hat, obwohl der Name Francic Skott Fitzgerald war gar nicht so fremd für mich.

Wegen bevorstehenden Abiturprüfungen und daraus folgender Mangel an Zeit hatte ich nicht das Vergnügen den Film im Kino zu erleben, jedoch viele Monate später habe ich mir endlich DVD besorgt und hier beginnt my journey...

Der Film weicht nicht so viel vom Buch ab. Auch wenn man sich das Schlüsselthema gar nicht vorstellen kann, hier ist ein Tip – der Regisseur Baz Luhrmann, seine letzte berühmte Arbeiten waren Moulin Rouge und Romeo+Julia...also wenn der Gatsby-Film pompös und dramatisch wirken soll
dann nur unter der Leitung von Herrn Luhrmann, weil in dem Film es nämlich um die Liebe geht und wie in oben genannten Filmen ist es ein hoffnungsloser Fall.

Nick Carraway, der Ich-Erzähler, gespielt von Tobey Maguire, erhohlt sich von Alkoholrausch in einem Sanatorium, wo er über einer Person erzählt die in seiner Seele klaffende Wunde hinterlassen hat (ausnahmsweise ist es keine Frau).
Der geheimnisvoller Jay Gatsby (Leonardo Di Caprio), von dem die Rede ist, war zufällig Nicks Nachbahr gewesen und rein zufällig in seine Cousine schwer verliebt. Er veranstaltet größte Parties aller Zeiten, die ihn paradoxerweise im Grunde gar nicht interessieren. Stattdessen möchte er mit der Liebe seines Lebens , verheiratete Frau Daisy Buchanan (Carey Mulligan ) die er einst fast geheiratet hat , für ewig zusammen sein. Aber wie fast in allen romantischen Filmen mit Di Caprio in der Hauptrolle soll es ein reicher „Asshole“ geben, der als unüberwindbares Hindernis (sprich Gegenstand) dargestellt wird. Der arrogante Mann von hübscher Daisy ist auch voll mit Paradoxen. Einerseits betrügt er sie ständig mit der Frau von einfachen Tankstellenbesitzers aber als er erkennt, dass Daisy von Gatsby praktisch entführt wird, setzt er alles ein um sie zurückzugewinnen.

Ich möchte nicht tief in die Handlung hineintaufen.Hier ist alles „Roger in Cambogia“. Er liebt sie, sie sich nicht sicher, es entsteht ein Liebesdreieck und „bla bla bla“. Seien Sie sicher,dass Ihre Freundin oder auch Sie als Frau genug Taschentücher beim Gucken dabei haben, da das Ende verspricht nicht so fröhlich zu sein. Aber ich möchte an der Stelle nicht spoilen , stattdessen würde ich gerne betonen, dass Schauspieler einen guten Job gemacht haben. Di Caprio weiß wie er einen unschuldigen, bis auf die Knochen verliebten jungen Mann spielen soll, es ist uns schon seit Titanic bekannt geworden. Tobey Maguier wirkte meiner Meinung nach auch gut passend.Die Verwandlung aus einem naiven und eifrigen Verehrer von „American Dream“ in einen pessimistischen und zynischen Trinken ist ihm soweit gelungen. Daisy aber wurde komplett als eine gehirnlose Frau dargestellt, ich meine damit nicht, dass sie die falsche Entscheidungen getroffen hat, so ist der Szenario halt, ich meine nur, dass sie wirkt so, als ob sie überhaupt keine Persönlichkeit hat.Es fehlte natürlich die Zeit um die Hauptfiguren vollständig entfalten zu lassen.Einiges müsste der Regisseur wegschneiden, aber anscheinend aus Versehen schnitt er auch Daisys Charakter weg. Für den Zuschauer wird Daisy als eine seelenlose Puppe dargestellt, was gerade nicht der Ernsthaftigkeit der Lage beibringt sowie auch die Motivation der Hauptfiguren nicht erklärt.
Abgesehen davon muss man sagen, dass im Film die pompöse Atmosphäre der Goldenen Zwanziger perfekt dargestellt wurde. Wie Partys in Moulen Rouge werden Partys in Gatsby-House in vollem Glanz und Schick abgebildet.Hier ist auch interessant die Tatsache, dass Baz Luhrmann einige moderne Hip-Hop und R&B Lieder mit dem Jazz-Ambiente  vereint hat. Es war interessant zu sehen wie die Menschen mit typischen Swing-Bewegungen praktisch Hip-Hop getanzt haben. Luhrmann war natürlich nicht der erste, der so gemacht hat, aber nichtsdestotrotz hat es super geklappt.

Der Film geht nur sehr oberflächlich auf die moralische Hintergründe und soziale Kritik des Romans ein. Statt der gesellschaftlichen Aspekten wird der Fokus auf psychologischen Facetten gelegt, wobei die einzige Figur, die nicht einfältig wirkt ist Gatsby. Dafür ist aber Di Caprio natürlich zu erfahren und brillant
. Den Film „Der Große Gatsby“ würde ich zu angenehmen Zeitvertrieb empfehlen, wer jedoch nach einen tieferen Sinn hinter dem glitzernden Vorhang sucht, soll sich lieber das Buch in die Hand nehmen.

Filmkritik


Kritik Gladiator (USA 2000)



"Mein Name ist Maximus Decimus Meridius. Kommandeur der Truppen des Nordens, Tribun der spanischen Legion, treuer Diener des wahren Imperators Marcus Aurelius. Vater eines ermordeten Sohnes, Ehemann einer ermordeten Frau und ich werde mich dafür rächen. In diesem Leben oder im nächsten."

Das Jahr 180 nach Christus, das Römische Reich befindet sich nach Jahren der Expansion und des Krieges an einem Punkt, an dem Cesar, Mark Aurel, dem schlachten ein Ende bereiten will.
Cesar beschließt Maximus, erfolgreicher Kommandeur seiner Truppen, zu seinem Nachfolger zu ernennen.
Getrieben von Eifersucht tötet Commodus, der Sohn Cesar's, seinen Vater und lässt auch die Familie seines Rivalen hinrichten.
Maximus jedoch entkommt verletzt und wird von Händlern aufgefunden die ihn an eine Gladiatorenschule verkaufen, wo er sich schnell einen Namen als "Spanier" macht.
Maximus erreicht auf dem Blut getränkten Sand der Amphitheater einen Bekanntheitsgrad der es ihm ermöglicht dem Mörder seiner Familie und seines wahren Gebieters nahe kommen zu können.

Hört sich die Geschichte des Films eher wie ein typisch Amerikanischer Vendetta-Film an, merkt man Schnell das der Hauptcharakter zu Beginn weniger von Rache geleitet wird als viel mehr eine leere in sich trägt und es ihm egal ist ob er lebt oder stirbt.
Ridley Scott inszenierte mit seinen $103 Million Budget nicht einfach einen Film über einen Rachsüchtigen Helden der nebenbei auch noch Rom aus der Diktatur befreit, sondern erzählt eine Geschichte die viel mehr zu bieten hat.
Er greift dabei auf historische Personen, Ereignisse und Kulturen des Römischen Reichs zurück. Zwar findet hier und da eine Verfälschungen der geschichtlichen Fakten zugunsten von Dramaturgie statt, dies aber in einem angenehmen Rahmen.
Musik von Hans Zimmer, Russel Crow in wohl einer seiner besten Rollen und gut gewählte und bearbeitete Schauplätze sorgen für eine glaubwürdige und fesselnde Atmosphäre.

Fazit:
Hat der Film an den ein oder anderen Stellen etwas zu viel Text und wirkt dadurch leicht in die Länge gezogen versteht sich die Handlung darauf für Kurzweil zu sorgen.
Sucht man geschichtliche Korrektness könnte dieser Film einem wohl eher etwas aufstoßen.
Ist man jedoch auf der Suche nach gutem Kino, kommt man nicht umher sich diesen Film anzusehen.
Gute Schauspieler, ein Mix aus rasanten aber auch prächtigen Bildern und die musikalische Untermalung des Orchesters machen diesen Film zu einem wahren Blockbuster mit Sinn für Gefühl.



Autor: Mathias Vogt

Dienstag, 21. Januar 2014

Kommentar - Medium Online

Eine Auswahl an Kommentaren

Finnland55 16.01.2014
"  Gesetzentwurf: Rentenreform kostet bis 2020 60 Milliarden Euro" Darunter: "Mehrheit der Deutschen für aktive Sterbehilfe" Über diese unfreiwillige Komik musste ich dann doch grinsen."


Die Kolumne - Sonderform eines Kommentars

Die Kolumne - Sonderform eines Kommentars


Was macht eine Kolumne aus?
Die Kolumne ist der Meinungsbeitrag eines Autors in Form eines regelmäßig erscheinenden Artikels.
Wichtige Merkmale dabei sind, dass der Autor in der Ich-Form schreibt und es einen festgelegten Veröffentlichungsbereich in dem Medium dafür gibt.

Der Autor sollte über aktuelle und interessante Themen schreiben aber sie können auch banal sein, solang er sich damit identifizieren kann und es für den Leser unterhaltsam ist. Sprachlich sollte es so wirken, als sitzt man dem Leser gegenüber am Kaffeetisch und „plaudert“.

Die Kolumne erscheint in der Regel immer unter der selben Sammelüberschrift (Bsp: „ Mein Leben als Mensch“ Jan Weiler für den Stern). Der Teaser sollte zum weiterlesen animieren, am besten ist es Thesen aufzustellen.

Der Kolumnist an sich ist oft kein festes Mitglied des Redaktionsstammes und muss daher auch nicht dessen Meinung vertreten. Man greift auch gern auf Prominente, Politiker, Musiker oder Schauspieler zurück (Bsp: Hellmuth Karasek, Harald Schmidt, Ina Müller).

Beispiel:
Jan Weiler schrieb ab April 2007 bis August 2009 wöchentlich eine Kolumne für den Stern, welche als gesammelte Werke als Buch erschienen sind und auch im Kulturteil auf der Homepage einzusehen sind:
Jan Weilers gesammelte stern-Kolumnen
Jan Weiler wurde am 28.10.1967 in Düsseldorf geboren und ist Journalist und Buchautor.

Schrieb u.A. „Maria, ihm schmeckt's nicht!“, welches 2009 auch verfilmt wurde.

Seine Kolumnenreihe im Stern befasst sich überwiegend mit alltäglichen Themen aus dem Familienleben.

Kurze Analyse der Kolumne
MeinLeben als Mensch (Teil 118) Das Teebeutel-Mobile „ vom 2. August 2009, Jan Weiler :

Teaser:

  • „Jürgen ist ein Öko und ein Esoteriker. Wenn man ihm etwas zum Geburtstag schenkt, denn auf ein Geschenk besteht er, muss man sehr umsichtig vorgehen. Das Präsent muss konkrete Bedingungen erfüllen. Dieses Jahr war es ein Volltreffer, allerdings könnte es noch Ärger mit Jürgens Frau geben.“
-kurze Beschreibung der Situation
-keine Erklärung warum es noch Ärger mit der Frau geben wird → Anregung zum Weiterlesen


Auszüge aus Hauptteil:


  • „Es ist beinahe unmöglich für mich, Jürgen etwas zu schenken.“

  • „Sara schleppte mich dafür in ein Geschäft, das von einem Vader-Abraham-artigen Herrn bewohnt wurde „

  • „Ich hörte heute, dass er es mit zur Arbeit nimmt, wo er es streichelt, sobald er unter Stress gerät.“ 
 -Ich-Form wird durchweg eingehalten


Schlussteil:


  • „Die Vorstellung, dass Jürgen seine Holztitte sogar in Konferenzen schmuggelt, wo er sie unter dem Tisch befummelt, die macht mir allerdings schon auch ein bisschen Angst.“


- umgangssprachliche Elemente eingebaut → sprachliche Wirkung des „Plauderns“

- Meinung des Autors zu der Handlung gut erkennbar aber nicht detailliert Wiedergegeben → Leser kann sich gut seine eigene Meinung dazu bilden und wird angeregt, sich mit der Aussage der Kolumne auseinander zu setzten.

Quellen:

http://www.schuelerzeitung.de/unterstuetzung-und-service/sz-handbuch/text-und-stilformen/

Autor: Marcus Schüttler

Einfach seine Meinung sagen? - Der Kommentar als meinungsäußernde Darstellungsform

Der Kommentar als meinungsäußernde Darstellungsform


Was ist ein Kommentar?

Der Kommentar im Journalismus ist eine Meinungsäußerung zu einem bestimmten Thema. Die Meinung des Autors wird also nicht wie in den informierenden Darstellungsformen, wie Bericht oder Nachricht, objektiv, sachlich oder ausgewogen dargelegt. Ein Kommentar besteht im Gegensatz dazu immer aus der persönlichen, subjektiven und wertenden Meinung des Journalisten/Authors. Durch den Kommentator wird ein Thema analysiert und interpretiert. Ein guter Kommentar vermittelt Hintergrundwissen und bezieht eine klare Position.


Welche Themen werden kommentiert?

Grundsätzlich kann jede Nachricht genutzt werden um kommentiert zu werden. Meist sind es jedoch aktuelle Ereignisse wie Entwicklungen in der Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur die kommentiert werden. Nichts desto trotz werden auch häufig im  Boulevardjournalismus Meinungsäußerungen anderer Personen, Zeitströmungen oder soft-news kommentiert und mit informierenden  Berichten vermischt.


Stil und Struktur

Stil und Struktur sind gerade durch den subjektiven Charakter eines Kommentars individuell und unterliegen keinen festen Regeln. Es gibt geradezu eine unbegrenzte Vielfalt an Kommentarstilen wie z.B. humorvoll, satirisch oder auch sehr direkt und ernst.

Im Allgemeinen werden drei Kommentararten nach Walther von la Roche definiert.

  • den "Argumentationskommentar"
  • den „Geradeaus-Kommentar“
  • den „Entweder-Oder-Kommentar“
Trotz der Vielfalt und der Möglichkeit an Variationen sollte ein Kommentator vor der Veröffentlichung folgende Fragen an seinen Kommentar stellen:
  • Wird Stoff tatsächlich kommentiert?
  • Fordert der Kommentar eine Stellungnahme heraus?
  • Ist die Öffentlichkeit an einer publizistischen Stellungnahme interessiert oder sollte sie wenigstens daran interessier sein?
  • Gehört der Stoff zu den wenigen wichtigsten Themen, für deren Kommentierung Platz vorhanden ist? 
  • Ist der Kommentar ausgewogen und objektiv? Wenn ja ist es kein Kommentar!

Der Ferhnsehkommentar als Beispiel für Kommentare im Fernsehen

An dem folgenden Beispiel möchte ich einen Kommentar im Medium Fernsehen genauer betrachten:
Die Konsequenzen: IM Arschloch - Gernot Hassknecht

Das audiovisuelle Medium Fernsehen ist geradezu perfekt für die Darstellungsform des Kommenartes. Hier tritt der Autor des Kommentares direkt vor die Kamera und wendet sich an die Zuschauer. Der große Vorteil eines Kommentars der im Fernsehen übertragen wird liegt klar in der Tatsache, das die Meinung des Autors nicht nur zu hören, sondern buchstäblich auch zu sehen ist. Dies ermöglicht Blickkontakt mit dem Zuschauer sowie Mimik und Gestik, die die Meinung des Kommentators verdeutlichen.
Der Schauspieler Hans-Joachim Heist, alias Gernot Hassknecht, treibt dies in der ZDF-Satiresendung "heute-schow" auf die Spitze. Hier spielt er einen cholerisch schimpfenden Fernsehnachrichten-Kommentator, der Nachrichten aus aller Welt kommentiert und parodiert.
Im Beispielvideo wird klar die Form des "Geradeaus-Kommentar" verwendet. Hier werden keine Argumente, die die NSA Affäre abwägen genannt. Stattdessen wird die klare Abneigung gegen die Abhörung der USA und die Rücktrittsforderung an die Bundeskanzlerin Merkel, sowie an Profalla deutlich.
Besonderheit in dieser Form ist, dass sich der Kommentator nicht mehr um die Darstellung der Hintergrundinformationen zu seinem Thema kümmern muss, da diese vorher in der Anmoderation genannt wurden (Thema in diesem Beispiel: die NSA Abhöraffäre). Der Kommentar provoziert eine klare Stellungnahme des Zuschauers. Vor allem durch die Anschuldigungen gegen Merkel und Profalla muss der Zuschauer abwägen ob er die Meinung des Autors befürwortet oder ablehnt. Durch die satirische Darstellung und den plötzlichen Einstieg in des Kommentar wird sofort die Aufmerksamkeit des Zuschauers gefesselt.

Es gibt natürlich nicht nur satirische Kommentare. Ein Beispiel eines gefassteren Kommentars: 

Ein Kommentar von Sonia Mikich, WDR, über Datenklau und Demokratie - Tagesschau am 20. August 2013.



Florian Slodowski


Quellen und Verweise:
La Roche, W. v., Hooffacker, G. 1., & Meier, K. (2013). Einführung in den praktischen Journalismus: Mit genauer Beschreibung aller Ausbildungswege Deutschland · Österreich · Schweiz(19., neu bearbeitete Aufl. 2013.). Wiesbaden: Springer VS.

ZDF heute schow








Radiokommentar

 



Was zeichnet einen Radiokommentar aus?
    •Er bezieht sich auf ein aktuelles Thema.
    •Er liefert Fakten und Argumente.
    •Er gibt eine persönliche Meinung wieder.
    •Er soll dem Hörer helfen, das Thema zu werten und zu verstehen.
    •Er folgt meist auf einen Bericht, der dem Hörer das notwendige Hintergrundwissen vermittelt,
     welches man zum Verständnis des Kommentares braucht.

Was gehört in einen Radiokommentar?
    •Die persönliche Meinung
    •Fakten und Argumente

Wie erstellt man einen Radiokommentar?
    •Erst informiert man sich umfassend.
    •Dann bildet man sich eine eigene Meinung.
    •Dann wird man sich klar, was man dem Hörer sagen will.

Wie gliedert man einen Radiokommentar?
    •Man fängt mit einem Paukenschlag an - ein klarer erster Satz, der die eigene Meinung darlegt.
    •Im Hauptteil baut man die Argumentation Schritt für Schritt auf.
    •Am Ende steht eine Schlussfolgerung, die klar und logisch ist.

Welche rhetorischen Möglichkeiten hat man in einem Radiokommentar?
    •Man darf "ich" sagen, rhetorische Fragen stellen, ironisch werden und provozieren.
    •Man kann Vergleiche ziehen zu Sachen, die der Hörer schon kennt.
    •Man kann durch Wiederholungen Nachdruck erzeugen.
    •Man sollte klare, einfache, strukturierte Sätze verwenden                                                         

Was ist, gerade bei einem Radiokommentar, wichtig?
    •Je kürzer ein Kommentar, umso wichtiger der Aufbau und die Gliederung.
    •Kurze Sätze, Vermeidung von Fremdwörtern und eventuell die Wiederholung des zentralen     
      Gedankens erleichtern die Verständlichkeit.
    •Gerade weil im Radio nur die Akustik zur Verfügung steht, ist es umso wichtiger, dass der Autor 
      sein Kommentar selbst spricht, da er das in der Regel engagierter tut als jemand fremdes.
    •Der Kommentator kann meistens, gerade auf öffentlichen Rundfunkanstalten, auf welchen die
      meisten Kommentare laufen, mehr eigene Kenntnisse der Hörer vorraussetzen, als er das im  
      Fernsehen tun könnte, welches vermehrt von Menschen mit weniger Vorkenntnissen genutzt wird.
      Er muss deshalb vermehrt mit Urteilskraft und Logik seiner Begründungen überzeugen, aber 
      auch durch erkennbare Distanz zum Thema.
      
Spezialfall Auslandskorrespondent
    •Ist meistens eine Mischform zwischen Bericht und Kommentar.
     Da bei außenpolitischen Sachen meist weniger Background vorhanden ist, muss der 
     Korrespondent mehr Tatsachen erläutern, was zu lasten der Subjektivität geht.

Kommentare sind nicht mehr länger nur einseitig

    •Im Netz können heutzutage Online-User bei der WDR Mediathek alle eingestellten Beiträge  
     bewerten und Kommentieren.


Analyse

    Im folgenden werde ich kurz auf ein Radiokommentar von Johanna Stadler mit dem Titel "Wenn 
    der Wald im Weg ist", welches am 12.12.2013 auf Bayern 2 gesendet wurde, eingehen. Es wird
    eines der Weltweit gravierendsten, von Menschenhand geschaffenen, Probleme behandelt. Die
    Abholzung und Ausrottung der Tiere.

    Die Bedeutsamkeit des Themas wird durch die Erläuterung der Wichtigkeit des Waldes
    unterstrichen. Es wird an das Thema herangeführt durch zwei unterschiedliche Sichtweisen. Wie
    wichtig ist der Wald für uns Menschen und welche Gründe gibt es den Wald abzuholzen. Die
    Kommentatorin Kritisiert die gesetzlichen Bestimmungen und erläutert wie man diese mit
    Geduld einfach umgehen kann, gibt jedoch keine Lösungsvorschläge. Die Autorin will den
    Hörern vermitteln, das die Aufforstung bei weiten keine Lösung ist, das öffentliche und
    private Interessen oft nicht trennbar sind und will darauf aufmerksam machen, das die neue
    Kompensationsverordnung das Problem noch weitaus verschlimmert. Das Kommentar kritisiert
    aber bietet leider keine Lösungen an.



     Quellen:http://www.springer.com/http://www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/



     Autor: Julian Slotta