Dienstag, 14. Januar 2014

7 Tage auf der Jagd

"7 Tage..." ist eine Reihe an Reportagen des NDR, in der die Reporter jeweils 7 Tage lang am Leben von anderen Menschen oder Menschengruppen teilnehmen. Während dieser Zeitspanne gilt es zu erfahren, was diese Individuen besonders macht, was sie fühlen und wie sie denken.  Ausgestrahlt werden die Reportagen verpackt in einem 30 Minütigem Beitrag, welcher immer Sonntags 15.15 Uhr oder 15.30 Uhr  läuft.

In der Folge "7 Tage auf der Jagd" befindet sich der Reporter Ben eine Woche lang unter Jägern und Leuten die einen Jagdschein erstehen wollen. Während dieser Zeit versucht er aufzudecken worin der Reiz am Jagen besteht und was im Kopf eines Jägers vorgeht. Sind Jäger Menschen die einfach nur Spaß am töten haben? Was gehört alles dazu um ein Jäger zu werden?
Dies ist ein Ausschnitt an Fragen welchen die Reportage nachkommt.


Was die Reportage gut macht:

  • Gleich durch das erste Bild weiß der Zuschauer wo er sich befindet, dadurch wird eine Erwartung und ein Raumgefühl vermittelt.
  • Reportage fängt ruhig an, man sieht wie ein Gewehr geladen wird, dann fällt ein Schuss, dies ist ein sehr Atmosphärischer Einstieg bei welchem der Zuschauer gefesselt wird.
  • Die Frage "Warum Jagen Menschen?" wird am Anfang gestellt und damit ein dem Zuschauer gezeigt was er erfahren kann wenn er den Beitrag bis zum Ende sieht.
  • Der Reporter führt und die ganze Zeit durch den Film und bildet somit einen Bezugspunkt, der wichtig ist um den "Roten Faden" nicht zu verlieren.
  •  Die Entwicklung die die Hauptperson Ben erfährt, vom ängstlichen ersten Schuss bis zum guten Schützen, wird gut vermittelt.
  • Der Beitrag ist ruhig und langsam geschnitten, was sehr gut zum Jagdthema passt.
  • Die Interviews sind gut geführt und nicht zu lang. Der Zuschauer wird bei der Stange gehalten und nicht dazu verleitet wegzuschalten.



 Kritikpunkte an der Reportage:

  • Die "7 Tage.." in denen Ben sich bei den Jägern befindet werden nicht eindeutig genug abgearbeitet, d.h. der Zuschauer weiß nicht immer genau an welchem Tag wir uns befinden und wie viel Zeit noch ist.
  • Interview Situationen sind meistens statisch. Die Personen werden nicht während Handlungen befragt sondern extra positioniert.
  • Am Ende der Reportage wird nicht die Anfangsfrage beantwortet ("Warum Jagen Menschen?", es wird gezeigt wie die angehenden Jäger ihren Jagdschein bekommen. Es hätte deshalb zu Beginn besser gesagt werden sollen, das wir angehende Jäger auf dem Weg zum Jagdschein begleiten.


Fazit:
Ich habe diese Reportage gewählt da ich finde, dass man an ihr sehr gut aufzeigen kann wie solch ein Beitrag funktioniert und auf was man achten muss. Trotz Fehlern hat mir dieser Beitrag gefallen, weil man ihm anmerkt, dass das Dreh-Team und der Reporter wirklich Lust haben diese Reportage zu gestalten. Außerdem sind Fehler menschlich und wenn sie nicht zu gravierend sind können sie einen Film meiner Meinung nach auch sympathischer machen.

Blogeintrag von:
Paul Strohecker

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