Dienstag, 21. Januar 2014

Die Kolumne - Sonderform eines Kommentars

Die Kolumne - Sonderform eines Kommentars


Was macht eine Kolumne aus?
Die Kolumne ist der Meinungsbeitrag eines Autors in Form eines regelmäßig erscheinenden Artikels.
Wichtige Merkmale dabei sind, dass der Autor in der Ich-Form schreibt und es einen festgelegten Veröffentlichungsbereich in dem Medium dafür gibt.

Der Autor sollte über aktuelle und interessante Themen schreiben aber sie können auch banal sein, solang er sich damit identifizieren kann und es für den Leser unterhaltsam ist. Sprachlich sollte es so wirken, als sitzt man dem Leser gegenüber am Kaffeetisch und „plaudert“.

Die Kolumne erscheint in der Regel immer unter der selben Sammelüberschrift (Bsp: „ Mein Leben als Mensch“ Jan Weiler für den Stern). Der Teaser sollte zum weiterlesen animieren, am besten ist es Thesen aufzustellen.

Der Kolumnist an sich ist oft kein festes Mitglied des Redaktionsstammes und muss daher auch nicht dessen Meinung vertreten. Man greift auch gern auf Prominente, Politiker, Musiker oder Schauspieler zurück (Bsp: Hellmuth Karasek, Harald Schmidt, Ina Müller).

Beispiel:
Jan Weiler schrieb ab April 2007 bis August 2009 wöchentlich eine Kolumne für den Stern, welche als gesammelte Werke als Buch erschienen sind und auch im Kulturteil auf der Homepage einzusehen sind:
Jan Weilers gesammelte stern-Kolumnen
Jan Weiler wurde am 28.10.1967 in Düsseldorf geboren und ist Journalist und Buchautor.

Schrieb u.A. „Maria, ihm schmeckt's nicht!“, welches 2009 auch verfilmt wurde.

Seine Kolumnenreihe im Stern befasst sich überwiegend mit alltäglichen Themen aus dem Familienleben.

Kurze Analyse der Kolumne
MeinLeben als Mensch (Teil 118) Das Teebeutel-Mobile „ vom 2. August 2009, Jan Weiler :

Teaser:

  • „Jürgen ist ein Öko und ein Esoteriker. Wenn man ihm etwas zum Geburtstag schenkt, denn auf ein Geschenk besteht er, muss man sehr umsichtig vorgehen. Das Präsent muss konkrete Bedingungen erfüllen. Dieses Jahr war es ein Volltreffer, allerdings könnte es noch Ärger mit Jürgens Frau geben.“
-kurze Beschreibung der Situation
-keine Erklärung warum es noch Ärger mit der Frau geben wird → Anregung zum Weiterlesen


Auszüge aus Hauptteil:


  • „Es ist beinahe unmöglich für mich, Jürgen etwas zu schenken.“

  • „Sara schleppte mich dafür in ein Geschäft, das von einem Vader-Abraham-artigen Herrn bewohnt wurde „

  • „Ich hörte heute, dass er es mit zur Arbeit nimmt, wo er es streichelt, sobald er unter Stress gerät.“ 
 -Ich-Form wird durchweg eingehalten


Schlussteil:


  • „Die Vorstellung, dass Jürgen seine Holztitte sogar in Konferenzen schmuggelt, wo er sie unter dem Tisch befummelt, die macht mir allerdings schon auch ein bisschen Angst.“


- umgangssprachliche Elemente eingebaut → sprachliche Wirkung des „Plauderns“

- Meinung des Autors zu der Handlung gut erkennbar aber nicht detailliert Wiedergegeben → Leser kann sich gut seine eigene Meinung dazu bilden und wird angeregt, sich mit der Aussage der Kolumne auseinander zu setzten.

Quellen:

http://www.schuelerzeitung.de/unterstuetzung-und-service/sz-handbuch/text-und-stilformen/

Autor: Marcus Schüttler

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.