Montag, 27. Januar 2014

Filmkritik


Kritik Gladiator (USA 2000)



"Mein Name ist Maximus Decimus Meridius. Kommandeur der Truppen des Nordens, Tribun der spanischen Legion, treuer Diener des wahren Imperators Marcus Aurelius. Vater eines ermordeten Sohnes, Ehemann einer ermordeten Frau und ich werde mich dafür rächen. In diesem Leben oder im nächsten."

Das Jahr 180 nach Christus, das Römische Reich befindet sich nach Jahren der Expansion und des Krieges an einem Punkt, an dem Cesar, Mark Aurel, dem schlachten ein Ende bereiten will.
Cesar beschließt Maximus, erfolgreicher Kommandeur seiner Truppen, zu seinem Nachfolger zu ernennen.
Getrieben von Eifersucht tötet Commodus, der Sohn Cesar's, seinen Vater und lässt auch die Familie seines Rivalen hinrichten.
Maximus jedoch entkommt verletzt und wird von Händlern aufgefunden die ihn an eine Gladiatorenschule verkaufen, wo er sich schnell einen Namen als "Spanier" macht.
Maximus erreicht auf dem Blut getränkten Sand der Amphitheater einen Bekanntheitsgrad der es ihm ermöglicht dem Mörder seiner Familie und seines wahren Gebieters nahe kommen zu können.

Hört sich die Geschichte des Films eher wie ein typisch Amerikanischer Vendetta-Film an, merkt man Schnell das der Hauptcharakter zu Beginn weniger von Rache geleitet wird als viel mehr eine leere in sich trägt und es ihm egal ist ob er lebt oder stirbt.
Ridley Scott inszenierte mit seinen $103 Million Budget nicht einfach einen Film über einen Rachsüchtigen Helden der nebenbei auch noch Rom aus der Diktatur befreit, sondern erzählt eine Geschichte die viel mehr zu bieten hat.
Er greift dabei auf historische Personen, Ereignisse und Kulturen des Römischen Reichs zurück. Zwar findet hier und da eine Verfälschungen der geschichtlichen Fakten zugunsten von Dramaturgie statt, dies aber in einem angenehmen Rahmen.
Musik von Hans Zimmer, Russel Crow in wohl einer seiner besten Rollen und gut gewählte und bearbeitete Schauplätze sorgen für eine glaubwürdige und fesselnde Atmosphäre.

Fazit:
Hat der Film an den ein oder anderen Stellen etwas zu viel Text und wirkt dadurch leicht in die Länge gezogen versteht sich die Handlung darauf für Kurzweil zu sorgen.
Sucht man geschichtliche Korrektness könnte dieser Film einem wohl eher etwas aufstoßen.
Ist man jedoch auf der Suche nach gutem Kino, kommt man nicht umher sich diesen Film anzusehen.
Gute Schauspieler, ein Mix aus rasanten aber auch prächtigen Bildern und die musikalische Untermalung des Orchesters machen diesen Film zu einem wahren Blockbuster mit Sinn für Gefühl.



Autor: Mathias Vogt

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